Factorysound überzeugt im Theater

Das Swing-Konzert wird zum überzeugenden Event

Das war es also mit unserem FACTORYSOUND-Projekt, dem die geplante Location seinen Namen gab. Doch viele Vorschriften mit letzlich unkalkulierbaren Risiken und Kosten hatten uns schließlich Abstand von der Longlife-Halle nehmen lassen, so dass unser Konzert schließlich in der Werner-Jaeger-Halle stattfand.
Die überraschte uns dann aber doch mit einer ausreichenden Akustik. Sicher, der Chor musste leicht verstärkt werden, um gegen die Bläser der United Jazz Company bestehen zu können, alles in allem gelang aber ein austarierter Klang von Chor und Band, sowohl bei den lauten als auch bei den verhalteneren Stücken.

Aus dem etwas trocken daherkommenden Stadttheater das Beste zu machen, hatte sich unser Chor vorgenommen, und reüssierte damit. Dank des unermüdlichen Einsatzes von Hausmeister Michael Schmitz und seinem „Assistenten” Felix Steinbergs sowie den zahlreichen Helfern im Chor und durch den Anhang der Chormitglieder (danke Kinder, Ehemänner, Ehefrauen, Freunde …) wurde die Werner-Jaeger-Halle stimmungsvoll für das Konzert vorbereitet.
Und auch der Vorstand darf sich mal loben für seinen unermüdlichen Einsatz im Vorfeld des Konzertes. Es war echt nicht immer einfach, Leute …

Und dann ging es los: „Sing mal wieder” – eine Adaption eines Stückes der Wise Guys für Chor und Combo eröffnete das Konzert, ehe die Band schon beim zweiten Stück eingreifen durfte, als Glen Millers „I've got a gal in Kalamazoo” dröhnte. Es folgten Klassiker aus den 30er und 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wie „Satin Doll”, „Moonglow” oder die „Moonlight Serenade” aus der Glen Miller Story.
Trotz nur kurzer gemeinsamer Probezeit klappte die Zusammenarbeit zwischen Chor und Orchester ausgezeichnet. Unser 45-köpfiger Chor war auf den Punkt vorbereitet. Einzelne Schwächen wie bei „Moonglow” fielen nicht weiter ins Gewicht, dafür klang der Jazz-Klassiker „Take Five” von Dave Brubeck genial.

Nach dem ersten knapp 45-minütigen Part ging es in die Pause. Diese nutzte unser Chor für ein kleines Platzkonzert im Foyer, a cappella oder mit Klavier begleitet: „I got rhythm”, „Let's do it” und „Somewhere over the rainbow”, jene legendäre Ballade, welche zuletzt wieder in den deutschen Charts ganz oben stand, wurden glänzend dargeboten (selten waren wir besser bei diesen Songs, oder?).
Dann wieder zurück in die Halle, wo es zum Finale des Konzertes auf „New York, New York” hinauslief.
Die United Jazz Company aus Bornheim unter der Leitung von Achim Stahl steuerte immer wieder Beweise ihres Könnens mit starken Soloparts (Posaune und Saxophon) bei.

Als die letzte Zugabe („As time goes by”) verklungen war, wollten viele der rund 180 Zuhörer noch mehr, aber nach 2½ Stunden Konzert und den ganztägig anstrengenden Vorbereitungen, war die Luft bei uns doch raus. Bis nach Mitternacht dauerten dann die Aufräumarbeiten in der Werner-Jaeger-Halle.

Mit einem Dank soll dieser Bericht schließen. Die Stadt Nettetal war uns trotz behördlicher Schwierigkeiten sehr entgegen gekommen. Namentlich sei Roger Dick von der Netteagentur ein herzliches Dankeschön ausgesprochen für die Unterstützung bei der Organisation unseres Konzertes.

Vielleicht haben wir am Wochenende die Werner-Jaeger-Halle als neue Konzerthalle entdeckt.