unser Konzert in Kaldenkirchen

Es war die Meinung vieler Zuhörer, dass gerade das Intro mit der gesummten Hymne gelungen war und unser Publikum auf die kommenden 80 Minuten Musik einstimmte.

Am 3. Oktober, zum Tag der Deutschen Einheit, hatte unser Chor zu einem „Deutschen Konzert – Chor- musik von Bach bis BAP” in die Kirche St. Clemens in Kaldenkirchen geladen. Dank an die Verantwort- lichen der katholischen Gemeinde, die ein sowohl geistliches wie auch weltliches Konzert in der mit einer schönen Akustik gesegneten Kirche ermöglichten. Dank auch an die evangelische Gemeinde, die uns unkompliziert den Gemeinderaum als Aufenthaltsraum vor dem Konzert zur Verfügung stellte.

Rund 220 Zuhörer lauschten dem ungewohnten Programm, welches man heute wohl neudeutsch mit „Crossover” beschreiben würde. Denn nach dem Opener „Sing mal wieder” von den Wise Guys, einer zeitge- nössischen Kölner a cappella Gruppe, katapultierten wir die Zuhörer in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts. „Musica, die ganz lieblich Kunst” stammt aus dem „Studentengärtlein” aus dem Jahre 1614.

Und so ging es weiter. Nicht immer einfach für die Zuhörer und auch für uns, aber so war es schließlich gedacht: fünf Jahrhunderte Musik aus Deutschland. Da durften selbstverständlich die Klassiker nicht fehlen: Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Brahms mit der Motette „Warum ist das Licht gegeben”, welches wir zum ersten Mal aufführten, und Mozart. Letzterer bot mit seinem komödiantischen Kanon „O Du eselhafter Martin” einen weiten Zeitsprung ins 20. Jahrhundert zu den Comedian Harmonists: vierstimmig „Mein kleiner grüner Kaktus” und vom Männerchor „Wenn ich vergnügt bin…”, einst aus einer unserer legendären Altweiberproben hervorgegangen.

Stimmungsvoll endete dann das Konzert erneut mit der Nationalhymne, ehe wir als Zugabe „Der Mond ist aufgegangen” präsentierten, von Elmar gesetzt und mit einem Solopart für seine Tochter Sophia einge- richtet.

Den großen Bogen aber, der das Konzert trotz der vielen zeitlichen und musikalischen Sprünge zu einer stimmungsvollen Einheit verband, setzte André, der die einzelnen Blöcke moderierte.
Wir Chorsängerinnen und Chorsänger, die wir seine Erläuterungen bis dato auch noch nicht gehört hatten, lauschten hochinteressiert den zahlreichen Hintergrundinformationen zu unserer Musik.

Unsere Stärken lägen eher im Bereich der geistlichen Musik, war am Rande des Konzertes zu hören. Nach Meinung des Chronisten hat das „Deutsche Konzert” aber auch gezeigt, dass die Vielseitigkeit der Musik eine wesentliche Stärke von KALOBRHI ist.
In diesem Sinne freuen wir uns auf weitere Wiederholungen des Programms.