... und wieder mal im Recreatiepark

4. Mai, 17.00 Uhr: Zum bereits siebten Mal tritt unser Chor die traditionelle Fahrt nach Ellemeet an, zum vierten Mal in das Haus „Distel” im Recreatiepark Klaeverweide. Die Fans unseres Chores sind zahlreich erschienen und entzünden noch vor dem Start bengalische Feuer. Pech für den Dachstuhl des Hinsbecker Jugendheims, der daraufhin abfackelt. Vorsitzender André ist dermaßen irritiert, dass er sein erstes Bier erst NACH der Ortsausfahrt Hinsbeck öffnet.

Um 18.00 Uhr geht schon nix mehr. Wir stehen in Eindhoven im Stau. Erste musikalische Einstimmungsversuche laufen ins Leere. Zwar stimmt Benjamin die Ukulele an, aber es bleibt bei einer wenig mitreißenden Interpretation von „Katzenklo” frei nach Helge Schneider und einigen Auszügen aus „Das Leben des Brian”. Dafür kursiert eine Flasche mit giftgrünem Inhalt durch den Bus, von der Silke später noch ein Lied zu singen wissen wird…
Es ist fast 21 Uhr, als wir endlich die Distel erreichen. Andrea D. entpuppt sich als „Notenschlampe”, sie hat mal wieder ihre frisch sortierte Mappe im Bus vergessen. In heldenhaftem Einsatz kann Jochen die Mappe aber aus den gierigen Klauen des Busfahrers befreien.

Nach reichlich Baguettemampfen endet die erste Probe weit nach Mitternacht.
Elke A. glaubt übrigens immer noch daran, dass der Nikolaus in Holland am 5. Mai kommt. Sie hat nämlich am Abend ihre Schuhe herausgestellt und freut sich am nächsten Morgen über einen Schokoriegel in den selbigen. Der Nikolaus hat aber auch leichtes Spiel, denn Dirks Schnarchen im Nebenzimmer toppt das Getrampel der Rentiere.

Elmar fabriziert am Samstag einen wahren Probenmara- thon. Ununterbrochen sitzt er am E-Piano und paukt mit uns Byrd, Purcell, Elgar und die Beatles. Zwischendurch Kaffee und Kuchen, Strand, Frikan- del, Fritten und Bier.
Um die Chorkasse aufzu- bessern, hat André die geniale Idee, die Frauen meistbietend zu versteigern. Doch sein Blick spricht Bände: Keiner will sie…

Nach dem Abendessen – Lasagne und Paella, wieder einmal vom Männerchor für die Frauen schmackhaft zubereitet und serviert – geht’s zur Tuttiprobe. Leider müssen uns Susanne, Petra, Elke, Michael und Christian bald verlassen. Elmars Kommentar: „Hoffentlich passiert denen nix. Da sind zwei erste Tenöre dabei”. Am Ende der Probe haben wir das gesamte Programm unseres kommenden Konzertes gesungen, sogar mit Priyantha, der uns allen einen fiedelt. Langsam stellt sich das Gefühl ein, es könnte was werden mit „Byrd To Beatles”.

Nach der Probe geht’s dann richtig ab. Anja H. hört Geräusche auf dem Tisch. Beim Probehören einzelner Chormitglieder hört keiner was. Wahrscheinlich hat sie einen Käfer im Ohr.
Arno organisiert eine Gedichtstunde. Während der Chor „Greensleaves” summt, schwafelt er über den Mond und was ihm sonst noch nach ein paar Bier und Tequila einfällt.
Elmar versucht Wilhelm Busch zu zitieren, scheitert aber nach den ersten drei Zeilen von „Max und Moritz”, und dann wird doch wieder wettgesungen.
Peter schlägt „Alt” gegen „Jung” vor. Die „Alten” gewinnen 17 zu 1. Benjamin präsentiert uns nicht nur einen neuen Trinkspruch, sondern auch einen Sssssauffffpokal. Silke hat endlich ihre unheimliche Begegnung mit dem giftgrünen Zeug im Bus und Anja Hü. demonstriert eindrucksvoll, dass sie sich noch ihre Füße waschen muss. Bis nach vier Uhr wird gefeiert.

Am nächsten Morgen ist es schließlich Peter, der als letzter zum Frühstück kommt, während die Sängerinnen und Sänger schon wieder hinter ihren Noten klemmen. Der Sopran spielt währenddessen „Die Reise nach Jerusalem”, hat aber irgendwie nicht begriffen, dass man einen Stuhl weniger als Mitspieler braucht, um in den wirklich vollen Spielgenuss zu kommen.
Andreas platzt bei „Rule Britannia” fast das Gesicht, und Elmar bittet den Alt, doch endlich vom Gras runterzukommen, was gerade bei Melanie auf viel Gegenliebe stößt. Wie immer sind die Stimmen gewaltig angeschlagen und der musikalische Gewinn eher dürftig.
Aber die Probenarbeit war diesmal, nicht nur nach Meinung des Chronisten, sehr effektiv. Elmar sei Dank für seine intensive und unermüdliche Arbeit. Und allen Aktiven und Helfern und Sängerinnen und Sängern und überhaupt…

Es kann auch nächstes Jahr nur ein Ziel geben!