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Die Alte Kirche in Nettetal-Lobberich ist ja im Normalfall auch schon ein sehr atmosphärischer Ort. Verdichtet und intensiviert wurde dieser Eindruck nun aber für das Weihnachtskonzert durch viele Kerzen im gesamten Chorraum und an den Seitenaltären der Alten Kirche. Die in diesem Bereich ansonsten spärlich ausgeleuchtete Kirche zog so die kapp 200 Besucher bereits vor Beginn des Konzertes in ihren Bann.

Mit einem flott aufgelegten „Fröhliche Weihnacht” (das auch als zweite Zugabe das Konzert umschloss) begrüßte der Chor sein Publikum. Es folgten meist ruhigere Lieder, die KALOBRHI in ein- bis achtstimmigen Sätzen gemeinsam mit dem Streicherensemble und der kleinen Kombo in wechselnden Arrangements aufführten.
Viele Klassiker waren im Programm ver- sammelt. Neben den englischen Liedern „White christmas”, „Santa Claus is coming to town” oder „Have youself a merry little christmas” präsentierte der Chor „Leise rieselt der Schnee”, „Ihr Kinderlein kommet”, „Oh Tannenbaum” und am Ende des Konzertes „Stille Nacht”. Hierbei ging das Konzept gut auf, das Publikum mit einzelnen Liedern in das Konzert einzubinden. Jung und alt sangen die alten Lieder gerne und kräftig mit.

Chorleiter und Pianist Elmar Lehnen hatte mit den Musikern im Vorfeld das Programm intensiv geprobt und so überzeugten sie alle mit ihrem sehr ausgewogenen Spiel.
Das Streicherensemble der Bischöflichen Marienschule Mönchen- gladbach löste seine Sache souverän und gut. Ob in Begleitung zum Chor oder im instrumental vorgetragenen „Jingle bells” konnten die jungen Musiker das Publikum immer überzeugen.
Chormitglied Susanne Fink begleitete mehrere Lieder exzellent mit ihrer Querflöte. Besonders erwähnenswert ist aber das solistisch vorgetragene „The christmas song”, bei der sie das gesamte Audi- torium in ihren Bann ziehen konnte.
Die leicht jazzig eingestellte Kombo (Gitarre, Bass, Schlagzeug und Saxofon) stellte einen schönen Kontrast zum klassisch klingendem Streicherensemble dar. Allzeit präsent, aber nie in den Vordergrund spielend präsentierte sich das Quartett gut aufgelegt und rhythmisch präzise und leicht.
Bei all den guten Musikern stach der Saxofonist Herbert Holtemeier hervor. Mit seinen stil- und gefühlvollen Soloparts und Begleitungen mit verschiedenen Instrumenten gab er der gesamten Musik seine eigene Färbung.

Langer Applaus belohnte alle Teilnehmer für dieses außergewöhnliche Konzert.

In der anschließenden Weihnachts- feier dankte Vorsitzender André Gerards zunächst dem Chor für seine große Einsatzbereitschaft in diesem Jahr. Die sehr vielfältige Musik, die KALOBRHI in diesem Jahr präsen- tieren konnte (Mozarts Requiem, Summer Jazz, klassisches a capella Programm und das Weihnachts- konzert) bestätigt eine Stärke des Chores vielseitig zu sein. Dass damit ein sehr breites Publikum ange- sprochen wurde, ist Lohn für all die Anstrengungen.
Einen besonderer Dank galt natürlich dem musikalischen Leiter des Chores Elmar Lehnen. Seinem Engagement ist es zu verdanken, dass sich der Chor in den letzten zwei Jahren personell aber vor allem musikalisch prächtig entwickeln konnte.
Mit einem Geschenk konnte diese Leistung aber nur symbolisch anerkannt werden.