Swing & Jazz auf dem Stemmeshof





Ja, der Wettergott meinte es wirklich gut mit den rund 45 Sängerinnen und Sängern von KALOBRHI sowie den 15 Mit- gliedern der Big-Band „United Jazz Company” aus Bornheim. Während andernorts Gewitterschauer niedergingen, wehte ein laues Lüftchen durch den Stemmeshof im Sassenfeld und brachte die rund 250 Zuschauer in die richtige Stimmung für den „Summerjazz”.

Betrat man den Stemmeshof über den Naturschutzhof, so fiel der Blick des Besuchers gleich auf die rund 40 Quadratmeter große Bühne, umgeben von vielen Stehtischen und erleuchtet von im Hof verteilten Lichterketten. Gemütlich und ungezwungen sollte es zugehen rund um das Konzert. Folgerichtig fand sich auch ein Getränkeausschank auf dem Hof.

Das Konzert begann mit Huey Lewis„ fetzigem Song „Hip To Be Square”. Chorleiter El- mar Lehnen hatte mühelos den Spagat zwischen dem klas- sischen Programm im vergangenen Winter und den moderneren Rhythmen für das aktuelle Programm geschafft.
Der Chor war gut aufgelegt, bot, wie gewohnt, insbesondere im Sopran eine souveräne Leistung und brachte das Publikum rasch zum Mitswingen. Reibungslos klappte das Zusammenspiel zwischen der United Jazz Company unter der Leitung von Joachim Stahl mit dem Nettetaler Chorensemble. Einzelne Unsicherheiten mit der Abmischung fielen da kaum ins Gewicht.

Lehnen hatte dem Chor einen gesunden Mix aus fetzigen Rhythmen und gefühlvollem Chor- gesang verordnet. Stimmungs- voll erklang so „Somewhere„ aus „Der Zauberer von Oz”, pointiert das „Tea For Two”, nur spärlich vom Keyboard begleitet.
Dass der Chor auch über solistisches Potenzial verfügt, be- wies Susanne Fink mit ihrer Inter- pretation des legendären Ray Charles Klassikers „Georgia On My Mind”. Bei den Evergreens „As Time Goes By” aus „Casa- blanca” und Gen Millers „Chatta- nooga Choo Choo” brachte Leh- nen den voluminösen Sound von Chor und Band zusammen.
Inoffizieller Höhepunkt war dann wohl der a cappella Auftritt des Männerchores mit „Java Jive” - zumindest hatte das Publikum hörbar Spaß.

Mehrere Zugaben und lang anhaltender Ap- plaus waren der Lohn für die musikalische aber auch organi- satorische Leistung von KALOBRHI.
Vorsitzender André Gerards dankte ab- schließend der Familie Lynders, den Eigen- tümern des Stemmeshofes, für die Unterstützung des Summerjazz-Projektes, welches, so war am Rande der Veranstaltung zu erfahren, nicht das letzte dieser Art gewesen sein dürfte.
Bis nach Mitternacht blieben einige Gäste, um die laue Sommernacht zu genießen.