A cappella in Kaldenkirchen und Windberg

In zwei Konzerten in Nettetal-Kaldenkirchen und in Mönchengladbach-Windberg traten wir unter dem Titel „Kleine klassische Reihe” auf.
Für unseren Chorleiter Elmar dürfte das Konzert in Mönchengladbach etwas entspannender gewesen sein, saß er doch inmitten des Chores auf der Orgelbühne von St. Anna in Windberg und erlebte gemeinsam mit uns, wie sich die Töne unter das weite Kirchendach erstreckten.
Die weitaus kleinere evangelische Kirche in Nettetal-Kaldenkirchen verlangte Elmar nicht nur Dirigat und Orgelspiel ab, sondern ein stetes Wandeln zwischen Instrument und Sängerschar.

Unser Programm lässt sich unmöglich stilistisch festlegen, „gefällig” wurde es genannt, „klassische Gassenhauer” war auch zu hören. Immerhin spannten wir einen Bogen von Palestrina (1525-1594) bis hin zum litauischen Komponisten Vytautas Miškinis, der erst 1954 das Licht der Welt erblickte - und es fehlten weder Bach, noch Mozart, noch Mendelssohn-Bartholdy.

Abwechslungsreich gestaltete sich auch die Besetzung, wobei die a cappella Parts mit Rheinbergers „Abendlied”, dem „Ubi caritas” von Maurice Duruflé oder auch das „Ave verum corpus” von Mozart überwogen.
Den meisten Spaß hatten wir wahrscheinlich bei Parrys „Jerusalem”.
Entspannung fand der Chor nur, wenn Elmar sich als Orgelsolist betätigte.
Nur bei den „Litanies” von Jehan Alain gab es den einen oder anderen irritierten Blick.
„Säuseln und Dröhnen” schrieb die lokale Presse, ein Hinweis auf den sehr emotionalen Gesang und die gelungene Dynamik, die wir in unseren Konzerten am Totensonntag präsentieren konnten.

Gelungen war auch die Zugabe, denn das „Over The Rainbow” sollte, obgleich kaum zur zuvor gehörten Literatur passend, das Publikum auf das Weihnachtskonzert einstimmen. Lang anhaltender Applaus erzwang dann noch eine weitere Zugabe.